Frisch und munter ins neue Jahr gestartet, legten sich einige Turnerinnen und Turner bereits mit den guten Neujahrsvorsätzen an und brachen am Samstagmorgen, 4. Januar 2020 zum TV-Skiweekend auf.

Auf Grund einiger Terminkollisionen und Missverständnissen war es wohl das kurzfristig organisierteste Skiweekend überhaupt. Am frühen Morgen fuhren uns Walter und seine Co-Pilotin Sandra mit dem Car direkt nach Sörenberg. Beim «Hotel Sörenberg» angekommen, mussten zuerst einmal der Hotelchef in seinem Schock betreut werden. Er hatte bei 14 Gäste nicht mit einem Car gerechnet. Hajo, das ist eben, wenn der TV Hemmental reist…

Kurz das Gepäck im Hotel deponieren, umziehen und ab auf die Piste. Walter chauffierte uns 200 Meter weiter bis zur Talstation. Man soll ja die Schenkel noch schonen und nicht bereits früh morgens «übersürä». Von der Bahn aus inspizierten wir bereits die Pisten oder besser gesagt die weissen Bänder in der grünen Landschaft. Es hatte wirklich extrem wenig Schnee und somit waren auch einige Skilifte geschlossen. Doch davon liessen wir uns nicht die Laune verderben und bretterten freudig die Pisten runter. Den Slalomschwung um die braunen Flecken hatten wir bald raus und das «Tiefschneefahren» auf dem bickelharten Schnee liessen wir nach einer Vielzahl an Stürzen auch bleiben. Eigentlich schade, da konnte man gar nicht mehr so häufig «Ruuundi» rufen.



Den Zmittag hatte ich in einem Berghaus reserviert. Was ich nicht wusste, es war ein richtiges Gourmetberghaus. In einem gemütlichen Stübli war es für uns schön gedeckt und ein Zmittag kam schöner daher, als der Andere. Da schlemmte man doch gerne… Nach dem Mittag machte jeder noch mindestens eine Abfahrt und man traf sich dann nach und nach in der Schirmbar auf dem Berg. Da die Pisten mittlerweile hart, noch brauner und das bizeli Schnee sulzig war, juckte es niemanden mehr zurück auf die Piste zu gehen und wir sassen in gemütlicher Runde bei einem guten «Aperöli». Einige Skilänger Pistenabwärts führten wir den Aprésski in einer kleinen Hütte weiter. Bei guter Stimmung und in geselliger Runde, zeigte ein Blick auf die Uhr plötzlich "Hoppla es isch Ziit zum go!»

Stilsicher rutschten wir, inmitten des Schneegestöbers der Schneekanone, die letzten 10 Meter bis zur Talstation runter. Im Hotel angekommen, wurde schnell geduscht und en «feine Max» gemacht. So jetzt aber ab zum Znacht. Der Hotelchef hatte sich mittlerweile vom morgendlichen Schock erholt und war wieder bester Laune. Er amüsierte sich prächtig an und mit uns und servierte sogleich das Essen. Wir erhielten einen feinen Dreigänger und einen noch feineren Rotwein und ässen in gemütlicher Runde. Mittlerweile waren Sandra und Walter wieder zu uns gestossen. Nach dem Znacht gings ab in die Hoteldisco. Nach einigen Runden «Böse» wurden wir langsam schläfrig. So jetzt entweder ins Bett oder noch schauen, was das Dorf hergibt. Wir entschieden uns für Letzteres und verschoben in die «Tschudihuii-Bar». Dort merkten wir schnell, dass die Berner ein etwas eigenes Völkli sind und der Horizont zum Teil nicht bis nach Schaffhausen (auf alle Fälle nicht bis zu unserem Dialekt), ja kaum bis zur Kantonsgrenze reichte. Während sich nun einige auf den Heimweg machten, testeten andere noch das weitere Barangebot im Dorf.

Punkt 9:00 Uhr oder fast waren alle Turnerinnen und Turner frisch und munter im Zmorgesaal anzutreffen. Die Bergluft wirkt schon wunder und tut dem Gemüt und der Seele einfach gut. Nachdem die Koffer gepackt und der Skidress angezogen waren, begaben wir uns erneut auf die Piste. Heute war das Wetter ein einziger Traum. Die Pisten waren abermals gut, sie hatten wirklich den allerletzten Schnee zusammengekratzt. Zum Zmittag traf man sich in einem schönen Selbstbedienungsrestaurant. Nach dem gestrigen Gourmetimbiss reichte das Geld nicht mehr für mehr 😉 Doch da einige am Vorabend in der Bar mit dem Koch und der Servierdüse Freundschaft geschlossen hatte, waren wir guter Dinge etwas Feines zu bekommen. Den Nachmittag verbrachten wir nochmals auf den Pisten und in diversen Hütten. Die Rückfahrt verlief dann wie immer: Ganz ruhig und schläfrig. Sechs Turnerinnen und Turner liessen denAbend noch bei einem sehr feinen Essen im Restaurant Frieden ausklingen.


Wir blicken auf ein lässiges und gemütliches Skiweekend in einem sehr familiären Skigebiet mit ganz vielen freundlichen Gesichtern zurück. Es war lässig und fäggig mit euch! Ich freue mich auf das nächste Skiweekend 😊

Nadine

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