“Sie haben gewonnen, Sie wurden an der GV – an der Sie nicht anwesend waren! - auserwählt den Skitag-Bericht 2019 zu schreiben.“ Deshalb schnell noch bei Oskar für den Skitag anmelden, damit ich auch was zu schreiben habe.

Im Frühtau zu Berge wir ziehen fallera mit dem Rattin Car Richtung Obersaxen. Es hat schon Tradition: 6 Uhr Einstieg für die Oberdörfler 6:05 Uhr Einstieg für die Unterdörfler und zum Schluss noch der Halt im Schützenhaus für die Städter und die Abtrünnigen. Und schon geht das erste Warten los, wie beim Skilift. Nur dass wir noch nicht in Vollmontur in einer Reihe stehen, sondern mit Adiletten und keiner dicken Jacke vor dem Geldautomaten. Es sind meistens die Gleichen, die noch schnell Geld holen müssen und der Car somit nicht pünktlich vom Schützenhaus abfahren kann. Ich erwähne keine Name, die Betroffenen wissen es, glaube, ich bin auch einer davon :( Aber Rattin wird die Verzögerung irgendwie aufholen.

Die Fahrt geht über die A4 Richtung Winterthur auf die A1 danach ab von der A1 über das Zürcher Oberland. Und dann beginnt die jährliche Diskussion, alle Jahre wieder: «Wieso fahren wir mit dem Car übers ZH Oberland und nicht über die St Gallen Autobahn?» Und alle Jahre wieder aus den hinteren Reihen: «Diese Diskussion haben wir alle Jahre wieder und alle Jahre wieder fahren wir über das ZH Oberland.» Anscheinend hat sich das bewährt und anscheinend werden wir älter und vergesslicher. Mit dieser Erkenntnis beginne ich umgehend mit dem Berichtschreiben. Da kein Notizheft oder so was Ähnliches zur Verfügung steht, muss ein Stück Karton von einem Ten Pack herhalten. Das Schreiben fällt nicht leicht, erschwert wird es durch die unzähligen Kreisverkehre und das Gejohle der «Jungmannschaft» auf den hinteren Reihen. Diese haben schon bald mit dem Warm Up begonnen und nicht wirklich an diesem Tag damit aufgehört.

Wahrscheinlich wegen den negativen Einstellungen über das Wetter und das Skigebiet: Mieses Wetter, zu warm, sulziger Schnee und zu wenig Schnee. Ich vertrete ebenfalls diese These und schreibe weiter. Irgendwann so gegen 9:30 Uhr erreichen wir unser Ziel. Schnell werden die Tickets verteilt und die Skiausrüstung gepackt und «auffe aufn Berg und oba mit de Ski, einie in die Hüttn und die Händ in die Höh.» Entgegen allen Thesen und Vermutungen von unseren Hobby Buchelis sind das Wetter und die Pisten fantastisch! Schnell wird die grosse Gruppe in kleinere handlichere Einheiten «gesiebelet». Ich erkenne mich selber, Jenny, Melanie und Phillippe nicht wieder, noch nie waren wir so viel Ski gefahren an einem Tag. Rauf und runter immer wieder… bis kurz vor 11 Uhr, dann ein kleiner Boxenstopp mit Pinkelpause und kleinem Shot und weiter geht‘s. 12 Uhr Pause und etwas Feines im extra für den TV reservierten Restaurant gegessen, damit man nicht aus dem Leim fällt. Einige nette Gespräche mit den anderen Gruppen. 13 Uhr und weiter geht es bis kurz vor Schluss. Danach gesellig noch die Sonnenstrahlen und das eine oder und andere Getränk bei Giulia an der Bar geniessen.

Doch leider rückt der Zeitpunkt immer näher wo wir ade sagen müssen um wieder in das regnerische Unterland zu gelangen. Doch was ist da los…die Après-Ski Truppe (nicht alle auf dem Bild gehören zu der Truppe, aber Oskar schon) ist noch immer an der Bar und denkt nicht dran ans Heimgehen.

Skitag

Na gut dann kann man noch eins nehmen…Aber dann geht es los Richtung Car. Unterwegs trifft man noch die eine oder andere Familie mit und oder ohne Kind an. Ja es ist ein grosses Skigebiet, da muss man halt mit etwas Verlust rechnen. Zu diesem Zeitpunkt hat nicht nur ein Kind, sondern fast eine ganze Riege gefehlt ;-). Zum guten Glück und mit vereinten Kräften, sind dann alle wohlbehalten beim Car angekommen. Die einen mit sehr, sehr viel Fröhlichkeit (fast zu viel) und mit 45 Minuten Verspätung. Die Rückreise verlief wie die Hinfahrt in einem gewohnten Muster: Alle einsteigen, losfahren, Reste leertrinken, feiern und je mehr man sich Hemmental nähert umso stiller wird es im Car. Zum Glück! Den einen tut es sicherlich gut von ihrem hohen Partylevel herunter zu kommen. Den anderen auch, da sonst eine vernünftige Diskussion nicht mehr möglich war.


Ein herzlicher Dank an das Organisationsteam Erich und Oskar für den gelungenen Ausflug. Und an alle anderen, bis in einem Jahr, auf den nächsten tollen Skitag. Dann seid Ihr ein Jahr älter / reifer und somit auch etwas vernünftiger. Bei mir hat es auch geklappt ;-)

Gruss
Niklaus Leu

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